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defekte Festplatten oder Drucker - was tun?

Leseverstärker einer FestplatteDetailansicht einer Quantum Prodrive LPS 170ATVor einiger Zeit stieg eine meiner uralten Festplatten endgültig aus. Irgendwie hatte ich die alten Platten immer noch geflickt: low-level- Formatierung, geschickte Partitionierung, so daß Bereiche mit vielen defekten Sektoren ausgeblendet wurden usw. Nun hatte ich meine erste Festplatte, die sich noch meldete, aber keinen brauchbaren Sektor mehr hatte, also endgültig defekt war. Von einer seltsamen Neugier gepackt (man weiß ja eigentlich von Fotos, wie Platten innen aussehen und weiß auch, wie sie funktionieren), versuchte ich die Elektronik abzuschrauben und die Platte zu öffnen. Es gab ja nichts mehr zu verlieren! Zudem konnte ich mich auch noch gut an einen Elektor-Artikel erinnern, in dem das Recycling von Festplatten- Motoren beschrieben wurde.

Zum Glück gab es bei REWE einen billigen Schraubendreher-Set, der auch Torx- Schraubendreher enthielt. Zunächst schaute ich mir die Elektronik an und glaubte, meinen Augen nicht zu trauen: Da waren gängige Einchip-Mikrocontroller/rechner (gefunden habe ich bisher auf den mir zur Verfügung stehenden Festplatten u.a. 80C31, 87C52BH, NEC 78K0 und 78KIII-Serie, 80C186/188XL, 80C186/188, 8097, 80C196 in verschiedenen Varianten, Z86C93, Z86C911, Motorola SC80566FN, 68HC11A0, HPC46064SFP bzw. HPC46083TRD von National Semiconductor usw.) drauf, Signalprozessoren (hauptsächlich Texas Instruments TMS320: TMS320P1x, P14, P20x und TMS320C25), OTP-Eproms bzw. Flash-ICs, großer (256KByte und mehr) dynamischer und statischer RAM in schneller Ausführung, Motorregler-ICs meist von Hitachi, Voice-coil bzw. Schrittmotor- Steuerungs- IC, sowie Spezial-Chips, die das PC-Interface (SCSI oder IDE, je nach Festplatte) enthalten und letztlich noch Spezialchips für die Aufbereitung der Signale, die von den Köpfen kommen.

Zunächst dachte ich daran, die Platine zu schlachten und die brauchbaren Schaltkreise - mühselig und sehr risikobehaftet - abzulöten. Aber die Elektronik funktionierte ja noch komplett, was ein kleiner Test (ohne Köpfe und Motor/voice coil) ergab. Die „Platte“ meldete sich brav, ließ aber wissen, daß sie „not ready“ war. Man konnte und mußte also anders herangehen. Elektronikplatine einer Quantum Prodrive LPS 170AT Bei „neueren“ IBM-Platten (z.B. bei der DCAS 32160) kann man das Steuerungsprogramm der Festplatte über das SCSI-Interface neu flashen, bei der Quantum Prodrive LPS 240S ist der (nicht immer OTP-!)Eprom in einer Fassung, die Conner CP30100, CFS210A, die Maxtor7345SR, die Samsung SHD-3062A, SHD-3122A und die IBM WDS 3158 enthalten einen OTP-EPROM in einer Fassung. Viele etwas neuere Platten haben in-circuit programmierbare Flash-ICs als Programmspeicher. (wie zum Beispiel eben die IBM DCAS 32160) Eine besondere Stellung nehmen Seagate-Festplatten (und damit auch viele HP-Platten) ein, da sie über Anschluß-Leisten verfügen, die den Prozessorbus bzw. das Speicher-Interface verfügbar machen (vermutlich zu Testzwecken); manche haben sogar noch eine zweite Leiste, vermutlich für die Analogsignale.

Man hat also einen fertigen Ein-Platinen-Rechner (etwas kleiner als Euro-Format mit professionellem Multi-Layer-Layout) mit dem jeweiligen Prozessor, der ein gängiges PC-Interface (SCSI oder ATA) besitzt, zudem noch über Analog-Peripherie (Motorregelung usw.) verfügt und dessen Programmierung man verändern kann!

Infos über die Prozessoren sind allgemein bekannt bzw. können im Internet abgerufen werden. (Ausnahme bisher: NEC 78KIII) Selbst Infos über einen Teil der Spezialchips sind im Internet auftreibbar. Wenn der EPROM- bzw. Flash-Inhalt verfügbar ist, kann sich man über einen Disassembler das Original-Programm ansehen und erhält so z.B. einen Einblick in die Verteilung der E/A-bzw. Memory-Adressen. Man kann sich so auch gezielt die Routinen heraussuchen, die z.B. die Motorreglung oder das PC-Interface bedienen. Wenn das keine ordentliche Spielwiese für Hobby-Elektroniker ist… ;-)

Nebenbei hat man ja im „Rest“ der Festplatte noch einen mit einer sehr konstanten Drehzahl laufenden Schrittmotor-Motor mit 3600, 4500, 5400 oder 7200 Umdrehungen pro Minute sowie eine sogenannte Voice-coil - ein elektro-magnetischer Positionierantrieb -, dessen beste Eigenschaft (extrem präzise Positionierung anhand der Servospuren auf der Festplatte) mit Demontage der Platte allerdings verloren geht. Das Beste ist, daß die jeweils nötige Elektronik (inklusive Leistungsstufe!) schon auf der Platine enthalten ist. (Ursprungstext vom 27.10.2000)

Einige Platten:

Quantum Fireball TM 1280AT

Quantum Prodrive ELS 127AT

Quantum Prodrive LPS 170AT

Quantum Prodrive LPS 270S

Conner CFS 420A

Floppy-Laufwerke

CD-/DVD-/DAT-/DCC- u. ähnliche PC-Einbaulaufwerke

Analog-/ISDN-/DSL-Modems, Router, Tarifwahlgeräte, Telefonanlagen, Faxgeräte

Alte/defekte Drucker, da diese ebenfalls eine PC-Schnittstelle, ein oder mehrere Schrittmotore und einen Controller beinhalten.

Canon BJC 4200

Monitore

Scanner

Videorecorder

Digitale Bilderrahmen

start.txt · Zuletzt geändert: 2016/04/17 11:15 von steppi